Der Marabu ist ein imposanter Storchenvogel, der in Afrika südlich der Sahara vorkommt. Er bewohnt offene Savannen, Feuchtgebiete und Flussufer, ist aber auch häufig in der Nähe von menschlichen Siedlungen zu finden, wo er Müllhalden durchstöbert. Mit einer beeindruckenden Höhe von bis zu 1,5 Metern und einer Flügelspannweite von bis zu 3 Metern gehört er zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Der Marabu ist ein Aasfresser und spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem er Kadaver beseitigt. Gelegentlich jagt er aber auch kleine Tiere wie Fische, Reptilien oder Jungvögel. Sein charakteristisches Äußeres – ein kahler, fleischfarbener Kopf, ein großer Kehlsack und ein massiver Schnabel – ist perfekt an seine Ernährungsweise angepasst und verhindert, dass Federn beim Aasfressen verschmutzen. Marabus sind gesellige Vögel, die oft in großen Kolonien nisten. Ihre Nester bauen sie hoch in Bäumen, und ein Gelege umfasst in der Regel zwei bis drei Eier. Obwohl der Marabu als nicht gefährdet gilt, könnten Veränderungen seines Lebensraums und Umweltverschmutzung langfristig eine Bedrohung darstellen. Interessanterweise hat er den Spitznamen „Bestattervogel“ erhalten, da seine Haltung und das karge Erscheinungsbild an einen Totengräber erinnern. Trotz seines oft als unansehnlich empfundenen Aussehens ist der Marabu ein faszinierender Teil der afrikanischen Tierwelt. In Deutschland ist die Art in 27 öffentlichen Einrichtungen vertreten. Weitere 183 öffentliche Haltungen sind es weltweit (Zootierliste Stand: 17.12.2024).